Foto © Erik Jørgensen - Visitnorway.com

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Femundsee

Wanderkarte Femundsee

Wanderkarte Femundsee

Wer seine Ruhe haben will, ist in der Region um Norwegens drittgrößten See am rechten Ort. Hier, im dünn besiedelten Osten des Landes, ganz nahe an der Grenze zu Schweden, dominiert eine weite Landschaft aus sanft gerundeten Bergen, kargen Kiefernwäldern, oft mit Fels durchsetzten Böden und vielen Seen. Der Fernblick vermittelt eine erhabene Stille und ist vielerorts prächtig, begünstigt durch den spärlichen Waldbewuchs. Obwohl dies statistisch Norwegens kälteste Region südlich des Polarkreises ist, wo die Temperatur im Winter bis auf – 40°C sinken kann, hat die Waldarmut nichts mit dem Klima zu tun. Nein, die Bäume der einst reichen Wälder fielen vor allem im 17. bis 19. Jahrhundert in Massen, als die Kupferbergwerke im Umland befeuert werden mussten.

Die Ära der Bergwerke ist längst vorüber, und doch verkehrt ein Relikt auf dem 385 km2 großen, schmalen Femundsee, der sich über 60 km von Norden nach Süden zieht: Früher transportierte das Boot »Fæmund II« (1887) Holz, heute im Sommer Passagiere. Da das Boot immerhin acht Orte anläuft, lassen sich hervorragend Wandertouren zusammenstellen. Das spannendste Revier (mit Hütten) befindet sich östlich des Femundsees im Nationalpark Femundsmarka (597 m2); wer will, kann die Tour bis hinüber ins schwedische Jämtland verlängern.

Hier finden Sie weitere Informationen über den Femundsee (Deutsch).

 

Tagestour:

Elgå – Svukuriset – Revlingen am Femundsee – Elgå:

Start in der kleinen Ortschaft Elgå am Ostufer des Sees, südlichste Anlaufstelle von »Fæmund II« und Endpunkt der Str. 221. Die abwechslungsreichste, schönste Tageswanderung am Femundsee führt auf umgelegten Baumstämmen über einen Bach sowie Holzbohlen durch Feuchtgebiete, erklimmt einen zugigen Sattel auf 880 m ü.d.M. und durchquert ein mattgrünes Blocksteinfeld, dessen Flechtenbewuchs bei Feuchtigkeit rutschig ist und Vorsicht erfordert.
Das Gehöft Svukuriset kommt ins Blickfeld, im Hintergrund die Gipfel im Nationalpark, bis über 1.400 m hoch. Svukuriset war einst eine Alm, die im 19. Jh. zum Bauernhof erweitert wurde, der aber zu wenig hergab. Seit 1926 in DNT-Besitz, betreibt der Wanderverein hier u.a. von Mitte Juni bis Anfang September eine bewirtschaftete Hütte, die primär Ausgangspunkt für Etappenwanderungen ist. Eine kurze Strecke geht es hinunter zum Bootsanleger Revlingen und auf einem Fahrweg oberhalb des Sees zurück nach Elgå.

Dauer: 5,5 Stunden reine Gehzeit.

 

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Etappenwanderung:

Elgå – Svukuriset – Røvollen – Ljøsnåvollen – Langen – Synnervika und (mit dem Boot nach) Elgå. 5-Tage-Tour, größtenteils durch die weite, unberührte Natur des Nationalparks.

Zwischen Svukuriset und Røvollen geht es am Fuß des höchsten Berges Store Svuku (1.415 m) entlang. Zwischen Røvollen und Ljøsnåvollen muss gewatet werden, wobei hier einige weiße Strände am Ufer eines Wildbachs überraschen; diese lange Etappe kann durch einen Aufenthalt in der Schutzhütte Muggsjølia verkürzt werden, allerdings fehlt hier jegliche Einrichtung.
Die Hütten Svukuriset (830 m, DNT) und Langen (685 m, privat) sind im Sommer bewirtschaftet.

Dauer 3 Std. bis Svukuriset – 5 Std. bis Røvollen – 7 Std. bis Ljøsnåvollen – 4 Std. bis Langen – 1 Std. bis Synnervika plus Bootstransfer zurück. Mittelschwer.
Topo-Karte: Nye Norge 092 Femundsmarka im Maßstab 1:50.000.

 

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